Kolumne

Ich gönne mir heute richtig! Manchmal muss man sich einfach was Gutes tun. Ein bisschen Luxus hat noch niemandem geschadet. Einfach mal die Seele baumeln lassen. Und den Faden auch. Herrlich, sag ich Euch! Blöd, dass ein Teil unserer Mitmenschen niemals in diesen wunderbaren, lebensstandard-aufwertenden Genuss kommen wird, zu menstruieren. Eine Schweigeminute für Euch, Ihr tapferen Kämpfer. Auch die älteren weiblichen Genießerinnen können sich mal umorientieren, was ihr upper-class-life angeht. Da wird’s mal Zeit für Kreuzfahrten. Genug gute Perioden im Leben gehabt! Und dann kommen die Spaßbremsen… Über 120.000 davon haben sich aufgerafft und Unterschriften gesammelt, um den Steuersatz auf „Damenhygieneprodukte“ zu senken. Pah! Wisst Ihr was ich jetzt mache? Extralange menstruieren! Irgendwie muss ich meinem Studilife ein wenig Glanz verleihen! Nix wird einem gegönnt. Nicht einmal die Tamponsteuer.

:ken

„Who’s your Daddy?!“, dachte sich auch ein Unternehmer aus Bochum, als er beschloss, eine Sugardaddy-Beziehung einzugehen. Blöd an der Stelle, wenn man das Sugargirl vertraglich als Haushaltshilfe einstellt.

Liebe Neuankömmlinge,

„Hurra(?), du wirst Vater*Mutter!‘‘ kann es bald für eine Menge mehr Leute als üblich heißen – denn in neun Monaten wird es wohl einen Babyboom in Deutschland geben. Warum?

Überall diese Roller! Aus dem Nichts! WAS?!?! Es war wie in einem Horrorfilm. Am 26. August habe ich mich um kurz vor 12 Schlafen gelegt. Als ich gegen 8 Uhr auf dem Balkon eine Zigarette rauchen wollte, starrten sie mich von der gegenüberliegenden Straßenseite verbohrt an.

„Busse statt Bahnen“ war das sympathisch wirkende, aber hinterhältige Motto in der vergangenen Woche. Wegen der „Inbetriebnahme neuer Stellwerktechnik“ (alias Fortsetzung von „wie man sich an Studierenden rächt“) musste die gesamte Bahnstrecke zwischen Riemke Markt und Hustadt gesperrt werden. Stattdessen fuhren Busse im Zickzack die Uni an. Insass*innen lernten so nicht nur die gesamte Markstraße kennen, sondern auch neue U35-Haltestellen (Uni-Hallenbad? Ernsthaft?). Nicht selten sorgte das für Panik bei den pensionierten Menschen (Studierende schauten nicht mal von ihren Handys hoch), die nacheinander zum Busfahrenden stolperten, um zu fragen, ob er denn auch da und da halten würde. Durch dieses soziale Experiment wuchsen weder die Bochumer*Innen noch die Busfahrer*innen zusammen. Stattdessen herrschte Bus-Chaos an den Haltestellen. Wenn vier U35 Busse auf den regulären Linienverkehr treffen, hört das Winken auf.                            

:mag

Glückauf, Glückauf! Der Tönnies kommt und er hat 20 Kraftwerke für Afrikaner mitgebracht/ und er hat Kraftwerke für Afrikaner mitgebracht/ für Strom und Schutz. Die Heldentat, von der gesprochen wird, ist schlichtweg dumm. Mit Angst vor der „Schweinesteuer“ geht ein Kommentar wie „Das darf man wohl noch sagen“ viel leichter über die Lippen.

Britain’s Brexit-Boris breaks through! Since the 24th of July, Boris Johnson is the new prime minister of the United Kingdom. But better be prepared because bad boy Boris has already used his new position to push his Brexit-agenda forward. And he is awkwardly armed with a horrendous, horrible haircut that really reminds me of someone specific, but I cannot pinpoint it. Maybe some scary, scandalous super-villain… oh, I remember! It’s Donald Trump’s terrible trademark hair! Well, this is not weirdly worrisome at all.
Anyhow congratulations… I guess? At least from some conservatives. The rest of us can clichedly cry in a corner because it’s looking worse and worse for a European-friendly Brexit-deal. Except for bad-hair Boris who’s probably having the best week ever. And at least everyone else has Boris to blame for whatever disastrous debacle is going to happen
during Brexit.

:leda

Es ist eine wohlwollende Melodie in den Ohren der Studierenden, ein Gefühl, das einem sagt, dass die Welt gar nicht so schlimm ist, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft: das Wort Prozente. Und zu welcher Zeit im Jahr gibt es mehr Rabatte als zum Amazon Prime Day?

Hurra, die dritte Staffel von Stranger Things ist da! Seit vor über anderthalb Jahren die zweite Staffel der Netflix-Erfolgsserie veröffentlicht wurde, warteten die Zuschauer*innen gespannt auf die Fortsetzung – und es hat sich gelohnt. Wir befinden uns in der Mitte der 80er und aus den liebenswerten Protagonist*innen sind mittlerweile mehr oder weniger unbeholfene Teenager geworden. Auch mit dabei sind andere Lieblingscharaktere wie Steve, Nancy und Joyce, woraus sich mehrere Handlungsstränge in meist altbekannten Kombinationen entwickeln, die letztlich zusammenkommen. Doch auch neue Figuren sind dabei, darunter der erste offizielle LGBTQ*-Charakter der Serie, Robin. Die Handlung beginnt wie erwartet: Obwohl das Portal nach Upside Down Ende der letzten Staffel geschlossen wurde, geschehen wieder merkwürdige Ereignisse und der Gruselhorror geht in die nächste Runde.
Stranger Things hat seinen Retro-Charme nicht verloren. Da die nächste Staffel womöglich die letzte sein wird, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, die Serie bis zum aktuellen Stand zu gucken.       

:leda

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