KULTUR:SCHOCK
Publikumsgespräch: Die Doku „Göttliche Lage“ im Endstation Kino

Gesellschaftskritik am Zaun: Arm und Reich prallen in Ulrike Frankes und Michael Loekens Doku-Highlight „Göttliche Lage“ über den Gentrifizierungs-Meilenstein Phönixsee aufeinander. Die Dokumentation trifft den Nerv der Zeit und füllt bei der Filmvorführung und das anschließende Publikumsgespräch mit den beiden RegisseurInnen den Saal im Endstation Kino.
 

„Valiant Hearts“ – emotionale Geschichte über den 1. Weltkrieg

Krieg im Videospiel: Es erschallt der Call of Duty, also geht es auf in die Killzone, wo die Gears of War knirschen und für möglichst viele getötete Feinde winkt die Medal of Honor. Die Angst im Schützengraben, auseinandergerissene Familien, die unerträgliche Kriegsgefangenschaft und die Furcht, seine Liebsten und seine Freunde zu verlieren – davon erzählen die wenigsten Spiele. Am eindrucksvollsten tut dies „Valiant Hearts: The Great War“.

Einer der größten Flüsse Europas von oben

Nach Filmen wie „Bavaria“ und „Die Nordsee von oben“ ist „Rheingold – Gesichter eines Flusses“, die neuste Natur-Doku von den FilmemacherInnen Peter Bardehle und Lena Leonhardt. Spektakuläre Naturaufnahmen aus der Vogelperspektive werden in 91 Minuten nicht ein Mal langweilig.
 

Das Féile-an-Phobail-Festival in Belfast
Politik trifft Kunst trifft Unterhaltung: In Belfast geht das alles Hand in Hand. Quelle: Twitter / Jan Freytag

Das Féile-an-Phobail-Festival passt eigentlich nicht nach Belfast. Wenigstens habe ich die Stadt bisher nicht mit Fröhlichkeit, Heiterkeit und Toleranz in Verbindung gebracht. Durch das Féile habe ich Belfast jedoch von einer ganz neuen Seite kennengelernt.

Ein buddhistisches Buch mit Überraschungen
Nicht nur für BuddhistInnen interessant: Das Buch vom Karmapa Ogyen Trinley Dorje. Foto: Patrick Henkelmann

Ogyen Trinley Dorje kritisiert die Konsumkultur, ist offen für Feminismus und inspiriert zu sozialem Engagement. Der 29-jährige Tibeter in der roten Mönchsrobe stellt als Karmapa einen der allerhöchsten Vertreter des tibetischen Buddhismus dar – und gilt als möglicher Nachfolger des Dalai Lama. Nach seinem im Mai und Juni erfolgten ersten Besuch in Deutschland und Europa ist sein lesenswertes Buch „Das edle Herz“ nun auf Deutsch erschienen.

Kulturell-Alternatives Zentrum Herne veranstaltet zum siebten Mal Open-Air-Festival
Im Skatepark Hibernia findet auch in diesem Jahr ein Open Air mit Skatecontest statt. Quelle: KAZ-Herne

Musik, Sport und Politik – was fast nach klassischem Bildungskanon klingt, ist zugleich der Festival-Mix, mit dem das Kulturell-Alternative Zentrum (KAZ) e. V. Herne am Samstag in den Skatepark Hibernia an der Koniner Straße lädt. Das kostenlose KAZ Open Air, zu dem auch ein Skateboard-Wettbewerb und politische Infos gehören, findet bereits zum siebten Mal statt.

International Festival of the Arts: RuhrTriennale 2014
Drei Jahre erfolgreiche Intendanz: Heiner Goebbels im Programmheft des Ruhrtriennale-Finales. Foto/Bearbeitung: ck

Die RuhrTriennale findet in diesem Jahr zum dritten und letzten Mal unter der Intendanz von Heiner Goebbels statt. Nach einer gewagten Inszenierung von John Cages „Europeras“ 2012 und wie von Geisterhand musizierenden Klavieren 2013, gestaltet sich das Festival auch in diesem Jahr mit 150 Veranstaltungen abwechslungsreich: Konzerte, Tanztheater, Choreographien, Workshops und Videoinstallationen: auch die aktuelle Spielzeit liefert eine ordentliche Portion Kultur.

Im Pott leben, über den Pott schreiben: Dritter Ruhrpoeten-Literaturwettbewerb gestartet

Dicht – das sind viele Schwimmbäder im Ruhrgebiet, genauso wie die Zechen. Dicht – das sind die meisten Menschen abends im Bermudadreieck. Dicht – das ist das Motto des dritten Literaturwettbewerbs der Ruhrpoeten. Dichtet – das ist der Aufruf an alle kreativ Schreibenden im ganzen Land.

Ausstellung: Rundgang Kunst 2014 der TU Dortmund
Illusionen schaffen per OHP: Sabrina Schmidts Beitrag war einer von insgesamt 80 ausgestellten Werken. Foto: tims

Einmal im Jahr trifft sich im Dortmunder U das Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der Technische Universität Dortmund, um Arbeiten der Studierenden aus den Bereichen „Malerei“, „Grafik“, „Fotografie“ und „Plastik und interdisziplinäres Arbeiten“ im Rahmen einer Ausstellung dem interessierten Publikum zu präsentieren. Eine Jury prämierte die besten vier Arbeiten mit jeweils 500 Euro.

Bissige Generationskomödie: „Wir sind die Neuen“

Alle paar Jahre gibt es sie doch noch: Diese leichten, unbeschwerlichen und gleichzeitig nachdenklichen Komödien, die im Idealfall an die Werke der Altmeister Ernst Lubitsch oder Billy Wilder erinnern. Wolfgang Beckers „Good Bye, Lenin!“ oder Andreas Dresens „Sommer vorm Balkon“ sind solche Beispiele. Auch Ralf Westhoff („Der letzte schöne Herbsttag“) präsentiert mit „Wir sind die Neuen“ einen solchen Streifen: Heiter und lebensfroh, mit poetischem Verve und augenzwinkernder Sozialkritik des Studierens in Zeiten des Neoliberalismus.

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