Die Deutschen scheinen eine neue Volksdroge für sich entdeckt zu haben: Hoher Suchtfaktor, das Gefühl, im Streben nach Glückseligkeit mindestens 21 Level weitergekommen zu sein und die euphorische Hoffnung, den Gipfel der Individualität erstürmt zu haben. Dies sind nur einige der phantastischen Wirkungen. Die Dröhnung hat einen Namen...

Reißt die Ruhr-Uni ihr „Haus der Freunde“ ab?
Noch zu retten? Foto: USch

Einst war das „Haus der Freunde“ (HdF) neben dem ehemaligen Hochhaus der Sportfakultät als Werkstadtpavillon des Staatshochbauamtes die Keimzelle der Ruhr-Universität – heute steht es trotz universitärer Raumnot auf der langen Abrissliste der RUB-Leitung.

Jura-Fakultätsrat auf juristischen Abwegen?
Alles rechtens? Keine Geschäftsordnung im Fachschaftsrat Jura. Grafik: ck

20 Fakultäten hat die RUB, und jede hat ihre eigenen Besonderheiten. Gemeinsam ist den meisten von ihnen jedoch, dass in den einzelnen Fakultätsräten überwiegend großzügige Mitspracheregelungen gelten, wenn schon die ProfessorInnen im höchsten Gremium auf Fakultätsebene – wie in den meisten Hochschulgremien – eine absolute Mehrheit haben. So besitzen die stellvertretenden Mitglieder wie auch im Senat in der Regel Rederecht und werden fortlaufend über die Tagesordnung bevorstehender Sitzungen informiert. Nicht so jedoch im Fakultätsrat der Juristischen Fakultät, die ihr eigenes Gewohnheitsrecht zum Recht erhebt.

Am Freitagvormittag informierte der Bochumer Opel-Betriebsrat die Belegschaft bei Versammlungen auf dem Betriebsgelände  über aktuelle Pläne von General Motors (GM), die Getriebeproduktion einzustellen und somit 300 Arbeitsplätze zu vernichten.

Die Gaza-Offensive 2012 und tendenziöse Berichterstattung
Israelisches Raketenabwehrsystem "Iron Dome": die mediale Berichterstattung wird zunehmend auf die Schilderung kriegerischer Auseinandersetzungen reduziert. Foto: flickr.com, Israel Defense Forces, CC-BY-NC 2.0.

Obgleich die neuerliche Gaza-Offensive der Israel Defense Forces (IDF) vor einigen Tagen in einer beiderseitigen Waffenruhe endete, bleiben die neuralgischen Punkte des Nahostkonflikts unangetastet. Während dies aufgrund der sich kontinuierlich drehenden Gewaltspirale, scheiternder Annäherungsversuche und fortschreitender Radikalisierung kaum noch jemanden zu überraschen vermag, verblüffte die deutsche Presselandschaft mit relativ unkritischer Berichterstattung hinsichtlich der Ereignisse in Nahost.

Eine kreative Perle im Horror-Einheitsbrei
Das Necronomicon taucht dieses Mal in Südfrankreich auf. Screenshot: YouTube

Wenn der Winter kommt, es draußen bitter kalt und rasch dunkel wird, bietet sich ein schauriger bis makaberer Abend mit Horrorfilmen besonders an. Doch wer nicht nur oberflächlich unterhalten werden möchte, sondern auch kreative, innovative oder künstlerisch wertvolle Horrorfilme sehen will, der hat es schwer solche zu finden. Folgen die meisten Neuerscheinungen in diesem Genre doch nur einer Hand voll Muster – und das zumeist auch noch unbeholfen. Die im September ungekürzt auf Deutsch erschienene, international produzierte Horror-Anthologie „The Theatre Bizarre“ bildet da eine erfrischende Ausnahme.

Studienratgeber „Elitestudent“ hilft, sich durchzusetzen
Soziales Engagement: Humboldt für Idealbildung. Foto: mar

Pünktlich zu Beginn des Akademischen Jahres 2012/13 erschien der Ratgeber „Elitestudent – Wie werde ich besser als der Durchschnitt?“ von Michael Schmitz und rechtzeitig zu Beginn der Geschenke-Such-Zeit schaut sich die :bsz an, ob es sich lohnt, dieses ‚elitäre Werk‘ der ambitionierten Studentin oder dem ambitionierten Studenten unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Bundespräsident verleiht deutschen Zukunftspreis
Hört sich gut an: Prof. Kollmeier und sein Team erhalten den deutschen Zukunftspreis. Foto: Deutscher Zukunftspreis / bildschön

In der vergangenen Woche wurde der deutsche Zukunftspreis, oder auch der Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, in Berlin verliehen. Der Preis würdigt jedes Jahr herausragende Projekte und Innovationen aus Wissenschaft und Forschung und wird schirmherrisch durch den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland vergeben. Obgleich der starken Konkurrenz ließ sich für den Zuschauer relativ zügig erahnen, wer den Preis final in den Händen halten würde.

„SexarbeiterInnen – willkommen in Europa?!“ – Teil 3
Die Ausstellung „Einblicke in den Berufsalltag von Sexarbeiterinnen“ des Düsseldorfer Vereins kom!ma war Begleitprogramm der bufaS-Tagung. Foto: Monica Brauer / mh

Bei der dreitägigen Tagung von bufaS (Bündnis der Fachberatungsstellen für SexarbeiterInnen) Mitte November in Bochum wurde neben vielen Aspekten der Prostitution auch über den Straßenstrich gesprochen. Olivia Deobald von der Hamburger Beratungsstelle ragazza benannte einleitend einige Eckpunkte zum Straßenstrich: Ein klarer Vorteil der Arbeit auf der Straße sei der schnelle berufliche Ein- und Ausstieg. Die Frauen könnten ihre Preise selbst bestimmen und müssten meist keine Gebühren zahlen, wie etwa in Bordellen. Etwa 70 Prozent der Straßenprostituierten in Hamburg seien Migrantinnen. 90 Prozent der Frauen, die Drogen nehmen, gingen der Straßenprostitution nach, um ihren Konsum zu finanzieren.

Die Tüten sind schwer, mein Rücken ist krumm, ich bin müde. Die Bahn steht schon bereit, Charon wartet. Ich renne, zumindest versuche ich zu rennen. Meine Gelenke kreischen. Eine Tüte gleitet mir aus der Hand. Der Inhalt breitet sich auf dem kalten Asphalt aus, mitten auf der befahrenen Straße. Ungeduldiges Hupen.

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