Sportstudis mit neuem Instagramaccount
Von der Seminararbeit zum Instahype
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Das Movelab: Für Linus (links) und Jannik (rechts) mehr als nur eine klassische Forschungsstätte. 	      	       Bild: bena
Das Movelab: Für Linus (links) und Jannik (rechts) mehr als nur eine klassische Forschungsstätte.

Sportwissenschaft.  Am 29. Dezember 2018 ging der erste Post von vier Sportstudenten auf Instagram Online. Was lediglich als Endprodukt eines Seminars dienen sollte, ist nun eine Trendseite geworden.

Das Ziel schien einfach: Am Ende des Semesters das Seminar „Digitale Medien in Vermittlungsprozessen von Bewegung, Spiel und Sport?!“, unter der Leitung von Kim Lipinski und Dr. David Wiesche bestehen. Für das Bestehen mussten die Studierenden die professionelle Handlungskompetenz erweitern, indem verschiedene digitale Medien für praxisnahe Anwendungsfelder entwickelt und erprobt würden. Ein Prozess, bei dem Kreativität und Fachwissen gefragt ist.
„Die Dozierenden haben uns offengelassen, was wir am Ende  des Seminars abgeben. Das hätte beispielsweise auch eine App oder ein Computerspiel sein können“, meinte Jannik Jugelt, einer der vier Gründer der Instagramseite. Zusammen mit Linus Sandscheiper, Fabio Zwenger und Jonas Kuhlbrodt hat er sich für die Form der visuellen Darstellung auf der Social-Media Plattform entschieden. Dort geben sie Hobby-Sportler*innen fachgerechte Tipps und Neuigkeiten aus der Bewegungs- und Trainingslehre.

Technik ist alles

Ihnen war es wichtig, dass die Prävention vor Verletzungen durch falsche Trainingsmethoden im Fokus steht. Denn ihre Zielgruppe sei jene, die fitnessinteressiert ist, aber in den Fitnessstudios ohne richtige Starthilfe ins Training gehen. „Gerade am Anfang ist es wichtig, dass die Übungen mit wenig Gewicht und mit Fokus auf die Technik ausgeübt werden und das ist bei den meisten leider nicht der Fall“, fügte Jannik an. Deswegen zeigen sie in ihren Filmen, die nicht länger als 45 Sekunden sind, wie eine Sportübung wie die „High-Bar Back Squats“ technisch korrekt durchzuführen ist. Unter jedem Video können die Follower*innen auch noch mal das wichtigste zur dargestellten Einheit nachlesen: Wie die Vorbereitung des Sets, die Ausgangsposition und die Bewegungsausführung. Alle Punkte werden aber auch in dem Post neben dem ausführenden Sportler als Tipp angezeigt. Dadurch weiß man genau, was gemeint ist und wie die Routine am Ende richtig praktiziert wird.
Um eine möglichst akkurate Realisierung der Übungen  zu zeigen, diente das MoveLab der RUB als Kulisse. Das Großraumlabor bot den Studenten die Möglichkeit, ihre Tutorials aus verschiedenen Perspektiven aufzunehmen und darzustellen.


Mehr als nur eine Note

Für Fabio, Jannik, Jonas und Linus stand die Note und das Bestehen im Vordergrund. Doch nachdem das erste Video Ende des Jahres hochgeladen wurde und die Zahl der Follower*innen rapide anstieg, ist der Account nicht mehr nur eine Projektarbeit. Aktuell sind die Dozierenden mit dem Dekanat in Gesprächen und fragen, ob das Team den Kanal als offizielle RUB-Seite weiterführen dürfe. Jannik gibt sich in jedem Fall optimistisch und könne sich durchaus vorstellen, dass es ein größeres Projekt werden kann.

    :Abena Appiah