Perfomanceshow im Zeitmaul
Vom MZ zum ZeitmaulTheater
Bild: Alexander Schneider
Irgendwie nicht Artsy Fartsy, aber vielleicht Ficki Facki: Neben Porn gibt’s auch einen menschlichen Hahnenkampf.       Bild: Alexander Schneider
Irgendwie nicht Artsy Fartsy, aber vielleicht Ficki Facki: Neben Porn gibt’s auch einen menschlichen Hahnenkampf. Bild: Alexander Schneider

Performance. Premiere hatte die Performance Artsy Fartsy Ficki Facki (A3F) des gleichnamigen Künstler*innenkollektivs am 26. April im MZ – Am 18. Mai ist sie im Zeitmaultheater zu sehen.

Die Inszenierung „Artsy Fartsy Ficki Facki“ der Studentin und freien Autorin Caroline Königs besteht aus vielen Sequenzen und alle haben eins gemeinsam: Sie haben alle etwas mit dem Thema der Show zu tun. So wird beispielsweise ein Christen-Porno zwischen einer Urinella und einem Doppeldildo performt. „Mir ist besonders der letzte Satz dabei wichtig, bei der die Urinella als Frau nach dem ersten Verkehr zu Gott betet und sich dafür bedankt, dass es nicht so sehr weh getan hat,“ erklärt Königs, Rregisseurin des Stücks. Eine Anspielung an die unrealistische Darstellung von weiblicher Lust in Pornos, obwohl die Stimulierung sichtlich fehle. Ebenso wird ein Goethe-Schiller-Porno vorgeführt, der bereits ein Jahr vorher in Bochumers Kneipen von der fiktiven Firma „KOMPABOY“ als CD verteilt wurde. Aus Chuck Tingles Romans „Helicopter Man Pounds Dinosaur Billionaire Ass“ bietet das Stück noch eine Lecture Performance an. Tingles führt die Homoehe zwischen einem Helikopter und einem Dinosaurier näher aus. Doch was ist genau das Thema?

Der Bezug wird klar

„Artsy Fartsy ist ein Ausdruck, der aus den USA kommt und so viel wie zwanghaft-künstlerische, avantgardistische und experimentelle Darstellung in der Kunst bedeutet“, erklärt Königs. „Darüber machen wir uns lustig“. Ficki Facki symbolisiere die tabuisierten Themen, die das 18-Personen-Kollektiv auf der Bühne darstellen wollen. Denn sie wollen eben auch die mittlerweile negativ-emotionale Genderdebatte und -kritik positiv und unterhaltsam konnotieren. Ebenso hat sich die freie Autorin vorgenommen, Menschen, die mit Genderkritik bisher wenig Kontakt hatten, zu erreichen.
Glücklich über die Chance im Zeitmaultheater zu performen, ist Königs besonders: „Ich freue mich total auf einer anderen Bühne und vor einem anderen Publikum zustehen.“ Weitere Pläne hat die RUB-Studentin im darstellenden Bereich vorerst nicht. Das mittlerweile vierte Theaterstück hat sie auf die Bühne gebracht und will dann wieder aktiv einen Verlag für ihren satirischen Taschenroman „Flirten bis zum Ehering“ finden.

:Sarah Tsah

 

Wann: 18. Mai 2019, 19:30 Uhr, Zeitmaultheater Dauer: 2 Stunden Eintritt: 14 € / 10 € ermäßigt Kartenreservierung unter: tinyurl.com/Zeitmaul
 

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