Kritik nach Facebook-Post: CoolTour entschuldigt sich
Rassismus-Vorwürfe gegen BoTo
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Refugees Welcome: Ob falsch verstanden oder nicht – Integration ist für alle Beteiligten nicht immer einfach. Bild: pixabay
Refugees Welcome: Ob falsch verstanden oder nicht – Integration ist für alle Beteiligten nicht immer einfach.

Ein Facebook-Post von Bochum Total löste am vergangenen Mittwoch Entrüstung gegen den Betreiber CoolTour aus. Dieser richtete sich explizit an arabisch-sprechende Menschen mit der Bitte, sich bei dem Festival „zurückhaltend zu verhalten“ und „auf keinen Fall Frauen anzubaggern“, auch wenn „sie nur wenig Kleidung tragen“ würden. Der Veranstalter ruderte zurück, die Kritik blieb während des Festivals ein Thema.     

  „Kommt alle zu Bochum Total, aber versteht, dass die Deutschen auf ihre Art feiern und dass viel Alkohol getrunken wird“, war eine Passage der „gutgemeinten Infos“ und die Aufforderung an all diejenigen, „die erst vor kurzem in unsere schöne Stadt gekommen sind und sich erst eingewöhnen müssen“. Die „gutgemeinten“ Infos lösten auf der Facebook-Seite von Bochum Total einen Shitstorm im Internet aus und zwangen die Betreiber, den Eintrag zu löschen. Viele BochumerInnen wollten daraufhin das Festival boykottieren. 

Entschuldigung nicht überzeugend

Marcus Gloria, Geschäftsführer von CoolTour, entschuldigte sich mit einem persönlichen Post auf der Facebook-Seite von Bochum Total und distanzierte sich und sein Team „von jeglichem Rassismus genauso wie von jeglichem Sexismus“. Auch bei unseren KollegInnen von CT das radio unterstrich er das noch einmal: „Das ist überhaupt nicht so gemeint gewesen, dass wir da irgendjemanden diskreditieren wollten“. Zuvor forderte Refugee Strike Bochum umgehend eine Entschuldigung für den Post, der die Geflüchtetenproblematik pauschalisiere. Dass der Post von einem libanesischen Geflüchteten verfasst wurde, beruhigte die Gemüter nur bedingt. Auch der Entschuldigungs-Post von Bochum Total mit der Kritik an die Falsch-VersteherInnen, die die Nachricht nicht richtig verstanden hätten, zeigt die Schwierigkeit aller Beteiligten mit der aktuellen Situation.    

:Tim Schwermer