Inbetriebnahme der Haltestelle Gesundheitscampus verzögert sich
neuer U35-Halt verzögert
Illustration: © banz + riecks architekten
So soll die neue Haltestelle im November dann aussehen. Illustration: © banz + riecks architekten
So soll die neue Haltestelle im November dann aussehen.

Nahverkehr. Nach rund vier Jahren Bauzeit soll die Haltestelle „Gesundheitscampus“ mit Verzögerung im November in Betrieb gehen.

Eigentlich sollte die Haltestelle „Gesundheitscampus“ zum nächsten Semester fertig und nach circa vier Jahren am 14. Oktober 2017 eröffnet werden. Hierzu wird es aber nicht kommen, da benötigte spezielle Glasscheiben fehlen. Dies wird die Inbetriebnahme bis voraussichtlich November verzögern. Die momentane eingleisige Streckenführung ist hiervon aber nicht betroffen. Ab dem 13. August wird es planmäßig mit dem normalen Verkehr weitergehen. Am meisten betroffen von dieser Verzögerung ist die Hochschule für Gesundheit (hsg), wo das Semester am 4. Oktober startet.
„Die hsg bedauert die neuerliche Verzögerung. Eine nahezu zeitgleiche Inbetriebnahme der Haltestelle mit dem Vorlesungsbeginn an der Hochschule wäre in mehrfacher Hinsicht wünschenswert gewesen“, kommentiert Werner Brüning, Kanzler der hsg, die Verzögerung. „Natürlich hätten wir uns eine zeitliche Inbetriebnahme gewünscht, aber man hat es nun mal einfach nicht in der Hand. Da sind über 30 Firmen an der Baustelle beteiligt gewesen. Und da merkt man auch, wenn es nur um eine Haltestelle geht, dass es sich hierbei um ein sehr komplexes Unterfangen handelt“, äußerte sich auch Peter van Dyk, Pressesprecher der Stadt Bochum.

Die Geschichte der Baustelle

2012 überzeugte der Entwurf der beiden BochumerInnen Dietmar Riecks und Christine Wolf von der Firma wbp Landschaftsarchitekten.
Die größte Verzögerung von mehreren Monaten fand schon vor Start der Baustelle statt, welche ursprünglich im September 2012 starten sollte. Grund hierfür war, dass alle fünf Angebote der BauunternehmerInnen Fehler aufwiesen und deshalb nachverhandelt werden mussten. 2015 ruhte die Baustelle, da es zu Meinungsverschiedenheiten mit der Baufirma kam. Dies ist auch einer der Hauptgründe für die Verspätungen, da die Stadt „nicht einfach den Anbieter wechseln kann […], sondern jedes Mal neu ausschreiben muss, europaweit“, erklärt van Dyk. 2016 sollten die Arbeiten mit dem Start des Innenausbaus mehr Fahrt aufnehmen. Dieses Jahr wurde dann der 14. Oktober als Eröffnungstermin angepeilt, aufgrund fehlender Glasplatten aber in den November verschoben.  

   :Gianluca Cultraro