BTS überzeugt mit neuer EP
,,Map of the Soul: Persona‘‘ – Höhepunkt des K-Pop Hypes?
Bild: TenAsia; https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de
Sieben Lieder, viele Einflüsse: BTS‘ neue EP glänzt auf vielen Ebenen. Bild: TenAsia; https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de
Sieben Lieder, viele Einflüsse: BTS‘ neue EP glänzt auf vielen Ebenen.

Rezension. Am 12. April erschien das neueste Album der südkoreanischen Boyband BTS: ,,Map of the Soul: Persona‘‘ – und bricht seitdem alle Rekorde. Doch wodurch stechen BTS und ihre neue Platte aus der Masse an K-Pop Musik heraus?

Bangtan Sonyeondan (BTS) ist eine K-Pop Band, die 2013 gegründet wurde und aus sieben Mitgliedern besteht: drei Rappern (RM, Suga, J-Hope) und vier Sängern (Jungkook, Jimin, V, Jin). Auf den ersten Blick scheint die Gruppe viel mit anderen K-Pop Bands gemeinsam zu haben. Die Lieder sind catchy, auf der Bühne performen die Künstler oft ausgefeilte Tanzchoreos, parallel wird gesungen und gerappt. Dennoch übertrifft der Erfolg von BTS den jeder anderen K-Pop Band. Erst diesen Monat haben sie zwei Billboard Music Awards gewonnen, einschließlich als ,,Top Duo/Group‘‘; Anfang des Jahres waren sie als erste K-Pop Band zu den Grammys geladen.

,,Map of the Soul: Persona‘‘

Nach dem letzten Musikzyklus von BTS, ,,Love Yourself‘‘, zu dem drei Platten zählen, startet die Gruppe nun mit ihrer EP ,,Map of the Soul: Persona‘‘ eine neue Ära – und bricht weitere Rekorde. Zum Beispiel ist die EP das erste K-Pop Album, das in den nationalen Charts einiger Länder wie Australien und der UK Platz 1 erreicht.
Die EP besteht aus sieben Liedern, eingeleitet von ,,Intro: Persona‘‘, einem Rap Solo von RM, dem Leader der Band. Der Song sowie das Musikvideo wurden bereits Ende März als Teaser auf YouTube veröffentlicht. Obwohl das Lied RMs Rap hervorragend präsentiert, schließt es eine der größten Stärken der Band aus: das Zusammenspiel der einzelnen Stimmen, besonders zwischen den Rappern und Sängern und die dadurch
entstehende Dynamik.
Hier kann allerdings der Rest des Albums punkten. Die zweite Single ,,Boy with Luv‘‘ zeigt, dass BTS auch in Kooperation mit anderen Künstler*innen – in diesem Fall der amerikanischen Musikerin Halsey – glänzen. Das Lied ist der klare Fanfavorit; es ist online das meistgesehene Musikvideo. Hier wird deutlich, wie BTS über die Jahre hinweg gereift sind. Der Titel ist ein Verweis auf ihre 2014 erschienene Single ,,Boy in Luv‘‘, die in das typische Boyband-Liebeslied-Muster fällt. Nach dem Motto ihrer letzten drei Platten – ,,Love Yourself‘‘ – zeigt BTS hier eine erwachsenere Version eines Liebesliedes und verschafft dem*der Zuhörenden gleichzeitig gute Laune.
,,Mikrokosmos‘‘ und ,,Make It Right‘‘ sind eingängige Pop-Songs, die sich schnell zu Ohrwürmern entwickeln und besonders das Zusammenspiel der verschiedenen Gesangsstimmen zeigen. ,,HOME‘‘ überzeugt bereits auf den ersten Eindruck und ist eines der Lieder, das im Gedächtnis bleibt. Hier ist die Dynamik zwischen den einzelnen Stimmen und unterschiedlichen musikalischen Einflüssen vielleicht am gelungensten. Herausstechend ist auch ,,Jamais Vu‘‘, das langsamste Lied des Albums, in dem nur zwei Sänger (Jin und Jungkook) und ein Rapper (J-Hope) zu hören sind. Es ist eine gute Abwechslung zur restlichen up-beat Musik. Am stärksten hebt sich jedoch ,,Dionysus‘‘ vom Rest des Albums ab: Hier lassen sich nicht nur die typischen Hip Hop- und Pop- sondern auch Rock-Einflüsse finden, was stark an frühere Zeiten der Band erinnert. Dieses Lied ist der klare Geheimtipp des Albums.                             

:Charleena Schweda

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