ETIT engagiert sich
Lore-Agnes-Preis
RUB, Marquard
,,Wir machen uns stark‘‘: Die Gleichstellungsoffensive der DGB der Fakultät ETIT wird für ihr Engagement ausgezeichnet. Bild: RUB, Marquard
,,Wir machen uns stark‘‘: Die Gleichstellungsoffensive der DGB der Fakultät ETIT wird für ihr Engagement ausgezeichnet.

Gleichstellung. Der Preis für Gleichstellungsengagement wird dieses Jahr an die Fakultät ETIT verliehen, die sich mit ,,Wir machen uns stark‘‘ besonders einsetzt.

Am 15. November wird auf der Akademischen Jahresfeier der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik (ETIT) im Audimax der RUB der Lore-Agnes-Preis verliehen. Mit dem Preis – und dem dazugehörigen Preisgeld von 15.000 Euro – werden eigene Gleichstellungsinitiativen und -strategien belohnt. Alle zwei Jahre wird dieser Preis für besonderes Engagement in der Gleichstellung verliehen: Dieses Jahr prämiert das Rektorat aufgrund der Gleichstellungsoffensive ,,Wir machen uns stark‘‘ die Fakultät ETIT.

Die Fakultät bietet Bachelor- und Masterstudiengängen in zwei Bereichen (Elektrotechnik und Informationstechnik sowie IT-Sicherheit) an, in denen die Frauenquote je nach Jahr etwa zwischen 13 und 15 Prozent liegt. ,,Damit liegen wir im Durchschnitt der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten bundesweit. Unsere Maßnahme habe aber nicht nur ein quantitatives Ziel (Erhöhung des Frauenanteils) sondern viel mehr ein qualitatives Ziel: Die Frauen stärken, dass sie sich mehr zeigen, zutrauen, zumuten, dass sie selbstbewusster auftreten und in die Offensive gehen‘‘, erklärt Biljana Cubaleska, seit 2017 Gleichstellungsbeauftragte der ETIT. Daher auch der Name ,,Wir machen uns stark‘‘. ,,Leider konzentriert sich Gleichstellungsarbeit häufig auf quantitative Parameter, Quoten und Zahlen – das war uns zu wenig‘‘, so Cubaleska.

In den letzten Jahren hat die Fakultät sich durch mehrere Maßnahmen und Aktivitäten für Gleichstellung eingesetzt. Dies beinhaltete Exkursionen, Veranstaltungen, Spenden- und PR-Aktionen, Projekte und die Bildung von Netzwerken. Cubaleska behauptet: ,,Die Gleichstellungsarbeit hat ein neues, frisches und energisches Image bekommen!‘‘
Zum Beispiel gibt es das Mentoring Netzwerk ,,Von Studentin zu Studentin‘‘. Hierbei betreuen ältere Studentinnen je eine jüngere Studentin von Beginn des Studiums an und nehmen sie ins Netzwerk auf. In dem Netzwerk gibt es eine 1:1 Betreuung durch die zugewiesenen Mentorinnen, aber auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und organisierte Treffen außerhalb der Uni wie Exkursionen, in denen auch gleichstellungspolitische Themen behandelt werden.
Ein weiteres Beispiel für die Gleichstellungsmaßnahmen der Fakultät sind wöchentliche Teamsitzungen, die für alle Frauen der Fakultät offen sind. Laut Cubaleska eröffnet dies viele Möglichkeiten, da ,,in der Regel Vertreterinnen aller Statusgruppen anwesend waren‘‘ und die Sitzungen häufig kleine Workshops zu bestimmten Themen wurden: ,,Jede Frau der Fakultät konnte an diesen Sitzungen teilnehmen und die Gleichstellungsarbeit mitgestalten. Durch diese Transparenz wurde die Akzeptanz der Gleichstellungsarbeit erhöht und mehr Interesse geweckt.‘‘

Zu den weiteren Angeboten der Fakultät ETIT zählen beispielsweise eine wöchentliche Gleichstellungssprechstunde, eine Vernetzung mit den dezentralen Gleichstellungsbeauftragten anderer Fakultäten und Umfragen.

:Charleena Schweda