Die :bsz in 50 Jahren Geschichte
Kriegsveteranen und Playmates
Foto: :bsz Archiv
Sexy Johanna O.: Früher war die :bsz Nackedeis gewohnt. Heute distanzieren wir uns eher davon. Foto: :bsz Archiv
Sexy Johanna O.: Früher war die :bsz Nackedeis gewohnt. Heute distanzieren wir uns eher davon.

Am 50. Geburtstag freuen wir uns über herzliche Glückwünsche aus Hochschulpolitik und Kultur. Aber das Feedback fiel (und fällt) auch schon mal anders aus: So posierte eine LeserIn in den 60er-Jahren nackt mit der :bsz. Fragwürdig ist auch, was so manche von den Studis hielten. Das lest Ihr im ersten LeserInnen-Brief der :bsz. Dazu gibt es eine Reihe über die Geschichte der ältesten durchgehend erscheinenden Studierendenzeitung. 

:Die Redaktion

Leserbrief vom 1. März 1967

BOCHUM. Dem Vorstand der Studentenschaft wurde ein Schreiben zur Kenntnisnahme gebracht, mit dem das Mitglied einer der Ruhr-Universität nahe stehenden Gesellschaft seinen Austritt beantragt. Der Autor hatte an der NPD-Veranstaltung teilgenommen, die er mit folgenden Worten schildert (der Name des Verfassers ist der Redaktion bekannt):

„Ich war gestern abend auf einer studentischen Veranstaltung in der Mensa der Universität, an der ca. 2000 Studenten an einer Posiums-Diskussion zwischen verschiedenen Reportern und Herrn von Thadden teilnahmen. Bei dieser Gelegenheit habe ich gesehen, wie sich die Studentenschaft männlichen und weiblichen Geschlechts dieser Universität zusammensetzt und welchen Eindruck sie macht.

Wenn auch die Veranstaltung, in dwer eine gewisse politische Brisanz lag, einigermaßen geordnet durchgeführt werden konnte, so muß ich doch sagen, daß der allgemeine Eindruck der Zusammensetzung der Studentenschaft auf mich ein verheerender war.

Ein erheblich großer Teil der Studenten kam in schmutziger Kleidung, in schmutzigem Aussehen, mit sicher wochenlang nicht geputzten Kleidern und Schuhen und auch nicht gewaschenen Haaren zu dieser Veranstaltung und zeigte nach meiner, vielleicht etwas konservativen Einstellung eine Einstellung zu den politischen Tagesfragen, die mir wenig sympathisch war.

Junge Leute redeten in überlauter Form viele wertlose Sätze über Dinge, von denen sie nichts verstanden, und ich habe nur mit Erschütterung festgestellt, welchen akademischen nachwuchs wir jetzt in Deutschland und schienbar insbesondere in Bochum uns heranzüchten müssen.

Ich selbst habe sofort nach dem ersten Weltkrieg studiert, wo die allgemeinen Verhältnisse wesentlich ärmlicher waren, wo viele Studenten in verschlissenen Uniformen und abgetragenen Anzügen ihrem Studium nachgingen, aber doch nie das Bild einer derart schmuddeligen Hörerschaft bekommen, wie es gestern in Bochum der Fall war.

Der Anlaß der Veranstaltung spielt dabei keine Rolle, denn in gleicher Aufmachung wären diese Studiker ja sicher auch zu irgendwelchen anderen Veranstaltungen gegangen. Ich nehme keinem seine politische Meinung übel. Die Art und Weise aber, wie vorlaut und frech unausgegorene Ansichten vorgetragen wurden, von Leuten, die sicher zum großen Teil ihr Studium nur auf Kosten der Allgemeinheit durchführen können, hat mich stark befremdet.

Ich sehe daher keine Möglichkeit mehr, im Rahmen Ihrer Gesellschaft in meinem Sinne fruchtbringend an der Weiterentwicklung mitarbeiten zu können, und bitte daher, mich zum nächstmöglichen Termin aus der Liste der Mitglieder zu streichen.“ 

 

Rottstr5-Theater

Sehr geehrtes BSZ-Team,

die RUB ist zwar kein Elfenbeinturm, aber vieles spielt sich weit von der Innenstadt ab. Die BSZ leistet Fabelhaftes, indem sie Studierenden vom Bochumer (Kultur-) Leben berichtet. Wir wünschen alles Gute zum Jubiläum!

Hans Dreher und Oliver Paolo Thomas

Leitung, Rottstr 5 Theater

 

 

CT das radio

Liebes :bsz Team,

„Unbezahlbar und deshalb kostenlos“ – das ist der Spruch, den man auf eurer Facebook-Seite unter Auszeichnungen findet. Ein wunderbarer Leitspruch für eure tolle Arbeit.

 Ich möchte euch im Namen von CT das radio ganz herzlich zu einem halben Jahrhundert :bsz beglückwünschen. 

Wir teilen nicht nur die Verbundenheit zur Uni, die regelmäßige Präsentation des Mensaplans, sondern auch den Anspruch, guten Journalismus zu machen. Alles Gute für die Zukunft. Weiter so!

Inga Meckel – Vorstandsvorsitzende CT das radio

 

RUB bekennt Farbe

Liebe :bsz, 

herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag! Ihr und die vorangegangenen Redaktionen leistet einen wichtigen Teil zum lebendigen Campus. Und gerade an unserer Pendleruni ist das wichtig. 

Bleibt ehrlich, bleibt kontrovers, bleibt die :bsz!

Bis zur nächsten Ausgabe.

 

Sebastian 23

Als ich an der Uni Bochum war, war die :bsz so alt, wie ich jetzt bin. Die Klügsten der Leser*innen können daraus bestimmt ableiten, wie alt ich bin. Ich jedoch nicht, darum habe ich die Uni auch schnell wieder verlassen, kurz vor der Promotion. Damals bestand die RUB noch aus einigen wenigen Baumhütten und das Fach „Geschichte“ hieß noch „Gegenwartskunde“. Verrückte Zeiten, lange her. Ich verneige mich vor dem großen Jubiläum und wünsche der :bsz alles Gute für die nächsten 50 Jahre! Ihr seid mit Abstand die einzige Studierendenzeitung Bochums! 

LG, Sebastian

 

FSVK

Liebe :bsz, 

wir gratulieren zum 50. Jubiläum und wünschen euch noch mindestens 50 weitere Jahre :bsz-Geschichte. 

Die FSVK – Elena, Marco und Kim!

 

ASTA BOCHUM

Die :bsz kann auf eine lange und abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken: verschiedene Formate, wöchentlich oder monatlich erschienen, Beiträge von kritisch bis Gegen-BILD, von Politik bis Kultur, mal verkauft, mal frei verteilt und und und.

Aber der Rote Faden bleibt: immer aktuell und nah am Studi. Auf die nächsten 50!

 

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