Bei den ersten Wahlen zum SHK-Rat war ein Drittel der Stimmzettel ungültig
Holprige Premiere für Hiwi-Gremium
Foto: kac
Die Auszählung verzögerte sich, weil weniger Wahlzettel für SHK als fürs StuPa in einigen Urnen lagen. Foto: kac
Die Auszählung verzögerte sich, weil weniger Wahlzettel für SHK als fürs StuPa in einigen Urnen lagen.

Erstmals wurde an der RUB zeitgleich mit dem StuPa auch eine Interessenvertretung der Studentischen Hilfskräfte gewählt, der SHK-Rat. In Wahlkreis I konnte sich Madita Adolphs mit 1.179 Stimmen und nur fünf Stimmen Vorsprung auf Lennart Brinkmann durchsetzen, in Wahlkreis III votierten 947 Studis für die konkurrenzlos antretende Rike Müller. Warum aber war ein Drittel der SHK-Wahlzettel ungültig?

Was Wahlleiter Simon Gutleben in Bezug auf die letzte Urne feststellte, lässt sich auch auf das Gesamtergebnis übertragen: „Keinem ist es gelungen die relative Mehrheit der ungültigen Stimmen zu brechen.“

1.731 von 5.031 abgegebenen SHK-Stimmen waren ungültig, in vielen Fällen waren die kleinen Zettel unausgefüllt zusammen mit den StuPa-Wahlzetteln in die Urne geworfen worden. Offenbar wussten viele Studierende mit dem neuen Gremium wenig anzufangen, möglicherweise auch mit dem Wahlzettel selbst: Die Wahlberechtigten konnten selbst aussuchen, in welchem der Wahlkreise sie abstimmen wollten.

Als größtes Problem bei der Auszählung entpuppte sich aber die Differenz zwischen SHK- und StuPa-Wahlzetteln (5.046). Wegen der Vermutung, dass Wahlzettel fehlten oder falsch gezählt wurden, kam es durch Nachzählungen zunächst zu Verzögerungen. Schließlich verkündete der Wahlausschuss, mit den Zählungen normal fortzufahren, da anscheinend Zettel weggeschmissen worden seien.

Es passt ins Bild eines unperfekten Starts, dass nur in den Wahlkreisen I und III KandidatInnen antraten; eigentlich sollte es vier davon geben, damit ein vierköpfiger SHK-Rat gebildet wird. Aber aller Anfang ist schwer, auch bei neuen Gremien.

:Johannes Opfermann