Vegane Mensa an der TU Berlin
Erste rein vegane Mensa in Berlin eröffnet
Symbolbild
Nicht nur exklusiv für Veganer*innen: Die neue Veggie-Mensa richtet sich auch an Vegetarier*innen und Menschen, die aus religiösen Gründen keine tierischen Produkte verzehren. Symbolbild
Nicht nur exklusiv für Veganer*innen: Die neue Veggie-Mensa richtet sich auch an Vegetarier*innen und Menschen, die aus religiösen Gründen keine tierischen Produkte verzehren.

Ernährung. Die Technische Universität Berlin hat seit dem 23. April eine rein vegane Mensa. Das bereits seit Jahren bestehende vegetarische Angebot wurde damit nun erweitert und kommt bei den Studierenden gut an.

Mensa-Essen ist mit vielen, oft negativen, Vorurteilen verbunden. Häufig scheint es schwierig, etwas Appetitliches auf den Teller serviert zu bekommen. Eine noch größere Herausforderung stellt sich denen, die auf Fleisch verzichten. Vielleicht finden sich ein oder zwei vegetarische Gerichte oder man muss mit Beilagen vorliebnehmen. Um die Suche nach fleischlosem Essen, zumindest für Studierende der TU Berlin, einfacher zu gestalten, hat das studierendenWERK Berlin nun die erste vegane Mensa in der Hauptstadt eröffnet. Am 23. April hat sie in einer eigens hierfür umgebauten Cafeteria ihren Dienst aufgenommen. Viel Glas, hippe Lampen, Sessel – der Lounge-Bereich, wo Studierende vor dem Laptop sitzen, ist eingerichtet wie ein teures Café und präsentiert den hungrigen Besucher*innen zwei Vorspeisen, vier Hauptgerichte, verschiedenen Beilagen und drei Desserts sowie Kuchen. Die komplett ohne tierische Zutaten arbeitende Versorgungsstelle verfügt zudem über eine eigene Nudelmanufaktur. Täglich werden dort 30 Kilogramm frische Pasta hergestellt. Das studierendenWERK rechnet mit täglich bis zu 500 Besucher*innen.
Benannt wurde die neue Errungenschaft der TU nach einem Namenswettbewerb, an dem 667 Studierende teilnahmen, als „Veggie 2.0“. 

Nachfolger in de vegetarischer Mensa

Der Name kommt nicht von ungefähr: Bereits seit 9 Jahren existiert die rein vegetarische Mensa „Veggie No. 1“, welche bei den Studierenden sehr beliebt sein soll. Die neue Mensa gilt als Nachfolgerin und soll das Konzept von alternativen Essensangeboten erweitern. Dieses neue Angebot war die Reaktion auf eine steigende Nachfrage: Laut einer Studie unter 14.000 Berliner Studierenden würden sich 33 Prozent von ihnen vegetarisch und 13 Prozent vegan ernähren. Zum Vergleich: Bundesweit geben nur 1,6 Prozent an, sich vegan zu ernähren. Gerade an diese Gruppe von Studierenden würde sich die Veggie-Mensa richten, ebenso wie an Personen, die aus religiösen Gründen auf tierische Produkte verzichten würden. Also kein Wettstreit zwischen Fleisch-Fans und Veganer*innen? Nein, sagt die Sprecherin des Studierendenwerks Berlin, Jana Judisch. Es gehe nicht um Missionierung oder um Ideologie, es solle niemand bekehrt werden. Fleischesser*innen müssen sich also keine Sorgen machen, denn die alte Mensa der TU bleibt weiterhin bestehen. Dort muss nicht auf Fleisch verzichtet werden, auch wenn bereits die ursprüngliche Mensa täglich ein veganes Gericht im Angebot hat.
Preislich liegen die veganen Gerichte zwischen 1,45 Euro und 3,80 Euro. Die Zutaten bestehen nach eigenen Angaben ausschließlich aus nachhaltigen Lebensmitteln aus Betrieben der Landwirtschaft.
Dass ausgerechnet in Berlin eine vegane Mensa ihre Pforten öffnet, ist kein Wunder. In der Metropole gehört vegane Gastronomie bereits wie selbstverständlich zum Stadtbild. Portale im Netz zeigen bis zu 100 vegane Cafés, Imbisse und Restaurants an. Von Pizza bis Donuts ist alles zu finden. Hinzu kommen hunderte Adressen, wo zumindest vegane Optionen zur Wahl stehen.                                    

:Philipp Kubu