Avengers: Endgame verabschiedet alte Helden
Endspiel auf der Leinwand für Marvels Superheld*innen
Bild: fanart.tv/guandms
11 Jahre und mehr als 20 Filme hat es gedauert: Avengers: Endgame ist das (vorläufige) Finale der Marvel-Reihe. Bild: fanart.tv/guandms
11 Jahre und mehr als 20 Filme hat es gedauert: Avengers: Endgame ist das (vorläufige) Finale der Marvel-Reihe.

Kino. Nach 11 Jahren und 21 Filmen ist es nun endlich soweit: Marvel Studios präsentiert mit „Avengers: Endgame“ den Abschluss der Infinity-Saga. Alle Vorgänger und ihre Handlungsstränge münden im heiß erwarteten Finale des Superheldenepos.

Mit einem Paukenschlag beendete Marvel im letzten Jahr seinen neuesten Streich, „Avengers: Infinity War“. Die vereinte Macht aller Superheld*innen war nicht genug, um den großen Antagonisten der Reihe, Thanos, zu bezwingen. Der Bösewicht, der bereits seit 2012 im Hintergrund die Strippen zog, gelang es, seinen Plan, das Universum zu „retten“, der die Auslöschung der Hälfte aller Lebewesen beinhaltete, umzusetzen. Waren Kinobesucher*innen bisher gewohnt, Superheld*innen am Ende stets triumphieren zu sehen, sorgte dieses Ende für einen heftigen Cliffhanger. Was würden Iron Man, Captain America und Co. nun unternehmen? Waren die Ereignisse wieder rückgängig zu machen? Klar, dass die Fortsetzung „Avengers: Endgame“ von Fans mit Spannung und einer gehörigen Portion Hype erwartet wurde. Zudem ist der Name des Films Programm: Endgame ist der Abschluss der bisherigen übergreifenden Handlung aller Marvel-Filme seit „Iron Man“ aus dem Jahr 2008. Alles, was sich bisher in den 21 Vorgängerfilmen abspielte, läuft im großen Finale zusammen.


Zahlreiche Wendungen

Bereits in den ersten 20 Minuten erwartet die Zuschauer*innen die erste große Überraschung des Films, die nicht die einzige plötzliche Wende in dem mit mehr als drei Stunden Laufzeit längsten Teils der Serie bleibt. Generell ist der Ton des Films anders als der des Vorgängers: Während Infinity War deutlich ernster und linearer daherkommt und mehr aus der Perspektive von Gegenspieler Thanos erzählt wird, versucht sich Endgame in einem etwas heiteren Ton. Der letzte Film versuchte zwischen den vielen Figuren eine Balance zu finden, wohingegen die Fortsetzung, auch bedingt durch das Ableben vieler Held*innen in Infinity War, den Fokus mehr auf die ursprünglichen sechs Mitglieder der Avengers legt. Jede*r von ihnen hat eine klare Aufgabe und einen Handlungsbogen, der die jeweilige Charakterentwicklung aus den letzten 11 Jahren zu einem runden und würdigen Abschluss führen soll, was bei den meisten von ihnen auch gelingt.


Ein würdiger Abschluss

Generell ist der Film ein Liebesbrief an seine Charaktere und die Fans. Zahlreiche Anspielungen an die vorherigen Teile lassen die bisherige Reihe noch einmal Revue passieren. Zudem bauen kleine Momente, die teilweise nur den wirklichen Kenner*innen der Vorgänger auffallen werden, weitere Brücken zwischen den zahlreichen Filmen. Endgame sorgt aber auch für neue ikonische Momente, auf die besonders Fans der Comics schon seit Jahren gewartet haben. Zum finalen Akt fährt Marvel dann noch einmal die großen Geschütze auf: Eine Achterbahnfahrt der Gefühle sorgt für Gänsehaut, Lacher und bei dem*der ein oder anderen sicher auch für ein paar Tränen. „Avengers: Endgame“ ist Marvel in Bestform, der würdige Abschied für einige Charaktere, die den Fans in der letzten Dekade ans Herz gewachsen sind. Es ist das Ende einer Ära und für Anhänger*innen des Superheldengenres ein absoluter Pflichttermin.

:Philipp Kubu
 

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