Bunt und laut, gegen böses Sauerkraut
Beats Against Racism Festival in der Rotunde Bochum
Weltoffene Klänge für weltoffene Ohren – Beats Against Racism. Bild: fufu
Weltoffene Klänge für weltoffene Ohren – Beats Against Racism. Bild: fufu
Weltoffene Klänge für weltoffene Ohren – Beats Against Racism. Bild: fufu

Musikkultur. Im alten Katholikenbahnhof wurde vergangenen Samstag getanzt, gesungen, getrommelt, getrunken, gespeist, geworkshoped und das alles gemeinsam gegen Hass.

Bunt und in Verbundenheit wurde am 15. Juni vom sonnigen Nachmittag bis in die späte Nacht in Bochum ein Fest gegen Vorurteile, Rassismus und Hass gefeiert. In und um die Rotunde ging es ab 15 Uhr mit Musik und Workshops los. Alle, ob alt oder jung, konnten jederzeit kostenfrei, gegen freiwillige Spende, dazu stoßen und das strahlende Wochenende genießen. Denn vorallem wollte man den Tag mit möglichst vielen geselligen Menschen, in gemütlichem Ambiente verbringen. Ganz frei von Konflikten.
An Infoständen wurde vernetzt, aufgeklärt und gequatscht über Themen wie Seenotrettung, Gesellschaftseinbindende Wohnprojekte oder innere Ruhe, von Vereinen wie dem Sozialen Zentrum Bochum, Seebrücke Bochum oder Stadt für Alle. Für die Kleinen gab es in der Rotunde Kinderdisko und Kinderschminken, aber auch von den Kleinen wiederum eine Fotoaktion mit Spenden sammeln für die Tierrettung und Kinderhilfsprojekte. Dafür konnte man in einer Fotobox lustige Erinnerungsfotos von dem Festivaltag machen. Ebenso gab es am Nachmittag Henna Art von und mit Lekina Ikepela aus Hamburg, für alle die eine verzierende Erinnerung von der interkulturellen Veranstaltung mitnehmen und sich von einer Henna Expertin bemalen lassen wollten.
Zu den Workshops für die Großen zählten Themen wie „Mit Rechten reden?“ von und mit Michael Niggemann, „Wie gehe ich mit mir selbst um?“ unter der Leitung von Emine Nebi und zum Abschluss „Beatz & Yoga“ mit Iva Dekovic als bewegungsstiftendes Programm. Auch ein Schnupper-Trommelworkshop wurde von Tobias Bülow und dem WorldBeatClub angeboten. Währenddessen gab es auch im Zentrum der Rotunde noch eine offene Bühne, beziehungsweise ein Open-Mic, bei dem Mann*Frau sich ausprobieren konnte, oder den Klängen von Musiker*innen wie Mahyar Dezani, Asli Bulat, Yalcin Karakus und anderen lauschen konnte.
Bei anschließenden Speedtalking-Runden mit den Künstler*innen konnte man zudem auch sehr persönliche Gespräche über Motivationen oder Geschichten die verbinden führen und sich schnell noch ein Autogramm von ihnen holen. Zum Abend hin wurde die besinnliche Stimmung sogar noch tanzbarer. Zunächst konnte man auf der großen Bühne in der Rotunde noch zu vier Bands abgehen, wie Grenzen.Los einem Ensemble der Musikschule Bochum, der Band MND TRCK der, Trommelgruppe Ngoma Kimpwanza und den Analogue Birds bevor es dann an die Turntables und auf die zwei Dancefloors ging.
Die Auswahl von Afrobeat, Arabic Acid, UK Bass, Balkan, Global Bass und Worldbeat Breakbeat Sounds bot dabei selbst auf den Scheiben der DJs ein sehr vielfältiges, multikulturelles Programm. Die Nachtstunden wurden von DJs wie Kensaye, Dan Dinereo, Neele Charon von die Stadtkinder oder Will:em von Donner&Doria und vielen anderen mitgestaltet, während Visuals von Spookymental die musikalische Nachtstimmung untermalten. So wurde noch bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags ausgiebig getanzt, gefeiert und getrunken und das alles im Zeichen des Friedens, Zusammenlebens und der freien Liebe für alle.
                   

   :Christian Feras Kaddoura